Vor die Füsse und in Erinnerung gefallen

Kennst Du das Geräusch fallender Tannenzapfen? Sie werden im Geäst des Baumes und der Nachbarbäume im Fallen wie Pingpong Bälle hin und her geworfen, um schliesslich irgendwo rascheln im Laub oder dumpf irgendwo auf dem Waldboden aufzutreffen.

Bei einer Natur-spur letzten Sommer, fragte ich nach Hinweisen wie ich meinen Weg und mein Tun gestalten könnte. Gegen Ende eines etwa zwanzigminütigen Dialogs mit der Natur, hatte ich schon einige Antworten erhalten. Ich wähnte mich aber noch immer nicht viel schlauer. Da fielen mir innerhalb weniger Augenblicke gleich zwei Fichtenzapfen buchstäblich vor die Füsse.

Ich musste lachen weil es mir wie Tannenzapfen-Schuppen von den Augen fiel. Ich soll mich nicht auf die Suche versteifen. Die Antworten sind schon da, vor meinen Augen. Ich muss sie nur unverkrampft sehen lernen.

An dieses Erlebnis erinnere ich mich als ich am Waldrand eine Pause einlege auf einem Spaziergang. Ich möchte mir Gedanken machen über die Corona Situation.
Gutes das ich tun könnte? Jetzt?

In einem Feld heruntergefallener, knuspriger, wunderbar aufgeblähter Fichtenzapfen sitze ich da. Es duftete herb nach Harz. 

Ein Zapfen wanderte in meine Hand und noch einer. Sie sind leicht und toll zum Anfassen. Automatisch beginnen meine Finger und Hände damit zu spielen und ich vertiefe mich in die Erkundung dieser schönen Waldfrüchte. 

Wie auf einer Kalimba lässt sich damit Musik machen. Indem ich ganz fein an den einzelnen Schuppen zupfe. Die trockensten Früchte haben den klarsten Klang. 

Die Schuppen sind in Mustern angeordnet. In Wuchsrichtung von der Seite geschaut sind Spiralen erkennbar. Einige sind linksgedreht, einige rechtsgedreht  und bei wenigen ist keine eindeutige Richtung feststellbar.

Beim Zusammenstecken der Zapfen jeweils in Gegenrichtung der Schuppen, wie ich es als Kind schon mit Lärchenzapfen gemacht habe, entstehen immer irgendwelche Enten ähnliche Geschöpfe. Mit den wuchtigen Tannenzapfen erhalten diese meistens ziemlich grosse Köpfe.

Nun möchte ich natürlich noch eine "Taschenlampe". Die Schuppen bis auf die kugelige Leuchtspitze vom Kern gelöst, so, wie sie von Eichhörnchen hinterlassen werden.

Zum Abschluss arrangiere ich drei konzentrische Zapfenkreise auf dem Boden.

Was für ein Friede in mir und um mich herum.

Gutes das ich tun kann?
Mich an Glücksgefühle aus der Kindheit erinnern und sie hierher in die Gegenwart. Ganz nah bei mir sein. Mein Herzen zu spüren. Gut dass ich es allzeit mit mir herum trage, damit es in die Welt lächeln kann 😉 Das ist es, was ich jederzeit, in jeder Situation tun kann. Die Liebe zu den Menschen und zur Welt in meinem Herzen spüren und sie still strahlen lassen.

Herzlich 
Christine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach oben